Marasmius scorodonius

Echter Knoblauch-Schwindling

(Fr.) Fr. 1836
Familie: Marasmiaceae
© Dieter Gewalt
Neuer Name: Mycetinis scorodonius
scorodonius = knoblauchartig

Kleiner Blätterpilz (0,5 – 2,5 cm Hutdurchmesser) mit fleisch- bis rotbräunlicher Hutfarbe, Lamellen weiß bis hellcreme, Stiel recht dünn, rotbraun bis schwärzend, nach oben hin heller, sehr steif bis fast drahtig. Auffallend ist sein deutlicher Geruch nach Knoblauch! Wächst saprobiontisch, meist gesellig auf Kulturwiesen, grasigen Waldlichtungen, Nadelhumus oder abgestorbenen holzigen Pflanzenresten, an Waldwegen, in Parkanlagen, Friedhöfen, etc. Erscheinungszeit ist Sommer bis Herbst. Nicht selten.

In Frankreich wird er als “Mousseron” sehr geschätzt, frisch oder auch getrocknet auf Märkten angeboten und wegen seines Knoblauchgeschmacks als Würzpilz verwendet. Die zähen Stiele sind zu entfernen.

Auffallend sind die zahlreichen Querverbindungen (Anastomosen) zwischen den Lamellen

Es gibt weitere nach Knoblauch riechende Schwindlinge, die für den Verzehr völlig ungeeignet sind, ohne jedoch wirklich giftig zu sein. Zu achten ist vor allem auf diese beiden Arten:

Großer Knoblauch-Schwindling (Marasmius prasiosmus) Sieht dem Echten Knoblauch-Schwindling sehr ähnlich, schmeckt im Unterschied zu diesem jedoch (Lt. Literaturangaben) brennend scharf, was ich nach eigenen Erfahrungen nicht immer bestätigen kann.

Saitenstieliger Knoblauch-Schwindling (Marasmius alliaceus) Auch er schmeckt sehr scharf, fällt aber schon optisch durch seinen langen, schwarzbraunen bis schwarzen und auf ganzer Länge bereiften Stiel auf. Er wächst gern auf totem, auch vergrabenen Holz und ist vor allem in Buchenwäldern zu finden. Seinen penetranten Knoblauchgeruch nimmt man oft schon wahr, bevor man die meist gesellig auftretenden Pilze entdeckt.

Weiterführende Literatur:

Alle Fotos, wenn nicht anders angegeben, von Dieter Gewalt.
Zuletzt aktualisiert am 9. August 2020