Russula betularum

Birken-Speitäubling

Hora 1960
Familie: Russulaceae
© Dieter Gewalt
betularum = an Birken

Die meisten Speitäublinge fallen durch realtiv kleine, zerbrechliche Fruchtkörper und ihre intensiv rote und meist etwas klebrige Huthaut auf. Zu den blassen Arten gehört der Birken-Speitäubling. Er ist zuerst blass rosa gefärbt, die vertiefte Mitte meist etwas dunkler, im Alter blasst er aus und kann nahezu weiß werden, der Hutrand ist mehr oder weniger deutlich gerieft. Er ist ein häufiger Mykorrhizapartner der Birke und bevorzugt feuchte, moosige oder grasige Standorte. Wie alle Speitäublinge ist er giftig und verursacht Magen-/Darmstörungen.

Geschmack Sporenpulver Abziehbarkeit der Huthaut Chemische Reaktion
FeSO4 Guajak Phenol
sehr scharf rein weiß fast ganz rosa graugrün rosa

Vereinfachter Schlüssel zu den vier im Rhein-Main-Gebiet sicher nachgewiesenen Speitäublingen, die alle sehr scharf sind und weißes Sporenpulver haben:

Huthaut eher matt als glänzend und nur ca. 1 cm weit abziehbar, Charakterart in Buchenwäldern = Russula mairei (Buchen-Speitäubling)

Die Fruchtkörper der drei anderen sind sehr zerbrechlich, ihre Huthaut ist eher glänzend als matt, und je nachdem ob feucht oder trocken ganz bzw. gut zur Hälfte abziehbar:

In feuchten Weißtannen- und Fichtenwäldern in Sphagnum-Moosen, überwiegend montan und submontan, Huthaut fettig glänzend, dünn, kaum ausblassend, leicht abziehbar = Russula emetica (Kirschroter Speitäubling)

Bei Kiefern, auch unter Laubbäumen, auf trockenen, sandigen Böden, Huthaut dunkelrot, aber oft stark ausblassend = Russula silvestris (Kiefern-Speitäubling)

Ausschließlich bei Birken, Huthaut meist lila oder rosalich getönt, oft stark aufhellend = Russula betularum (Birken-Speitäubling)

Alle Fotos, wenn nicht anders angegeben, von Dieter Gewalt.
Zuletzt aktualisiert am 15. August 2020