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Über Sinn und Unsinn von Sammelverboten

Im September 2008 sind der Sammelleidenschaft von Pilzfreunden im Südwesten Deutschlands erneut Grenzen gesetzt worden. Eine Verordnung des Landratsamts Lörrach besagt, dass nur ein Kilogramm pro Person und Tag gesammelt werden darf. Begründung der Naturschutzbehörde: man müsse der Pilzflora eine Überlebenschance geben. Ähnliche Schutzvorschriften werden auch andernorts diskutiert und erwogen. Dabei stellt sich die Frage, ob derartige Beschränkungen überhaupt Sinn machen und dem Wohl der Pilze dienen.

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Was Sie beim Pilzesammeln beachten sollten

Sammeln Sie zu Speisezwecken nur Pilze, die Sie hundertprozentig sicher kennen. Lassen Sie in Zweifelsfällen ihre Funde in einer Pilzberatungsstelle oder von einem anerkannten Pilzsachverständigen prüfen.

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Von Rindswürsten und Grünlingen

Einmal die Woche gönne ich mir ein Kleinmarkthallenmenü. Dann gehe ich zur immer gleichen Metzgerei und bestelle meinen Klassiker: „Eine Rindswurst ohne Haut mit Brötchen, bitte.“ Und danach, weil sich das schlechte Wurstgewissen wieder gemeldet hat, gibt es zum Nachtisch ein biologisches Mandelhörnchen von „Querbeet“.

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Von der Gänsbrüh zum Pilz des Jahres

Die Puppenkernkeule, Cordyceps militaris, ist Pilz des Jahres 2007. Die Begründung dafür kann jeder, der es möchte, auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Mykologie nachlesen.

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Pilze - die heimlichen Herrscher der Welt

Vom Glückspilz bis zum Pfifferling: Abgesehen von wenigen giftigen Spezies haben Pilze ein eher harmloses Image. Doch nun enthüllt Karsten Schwanke bei Abenteuer Wissen ihre wahre Natur, denn neue wissenschaftliche Erkenntnisse legen ein erschreckendes Fazit nahe: Pilze sind eine unterschätzte Großmacht! Sie vernichten ganze Ernten, zerlegen Felsmassive und Kulturschätze, fressen Öl und Kerosin, besiedeln den menschlichen Körper und sind Ursache für rätselhafte Krankheiten. Sind sie die heimlichen Herrscher der Welt?

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Narrenschwämme

Schon das brillant formulierte Vorwort von Christian Rätsch ist es wert, sich den schmalen Band vorzunehmen. Es fängt mit der Frage "Wer war der erste Narr?" gleich gut an. Hinweise auf die Verwendung psychotroper Pilze sind so alt wie die frühen Zeugnisse menschlicher Kultur. Auf dem afrikanischen Kontinent, der Wiege der Menschheit, reichen sie zurück bis ca. 7000 v. Chr., als die Sahara noch ein blühender Garten war.

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Laternen im Sumpf

Beim Durchblättern von Pilzbüchern bleibe ich immer wieder bei denselben Arten hängen, die ich gern selbst mal finden würde. Da sind viele Röhrlinge dabei, aber auch so mancher bunte Schleierling lässt mich jedes Mal wieder darüber nachdenken, ob man nicht auch bei uns ein geeignetes Biotop finden könnte, in dem eine Suche nach diesen, nur aus der Literatur bekannten Schönheiten lohnen würde.

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Imperator Terminator

Bei den Dickröhrlingen, also den Steinpilzen und ihrer vielköpfigen Verwandtschaft, ist nichts mehr wie es einmal war. Wenn die Umbenennungsorgie so weitergeht, wird es bei ihnen bald mehr Gattungen als Arten geben. Aber welcher Teufel hat da gleich ein ganzes Team von 12 Mykologen geritten, einer neu aufgestellten Gattung den Namen "Imperator" zu geben?

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Gammelpilze

Vor Gammelfleisch ekelt sich jeder. Um so mehr erstaunt es, was häufig als Ausbeute von Pilzsammlern in Körben oder gar Plastiktüten nach Hause getragen wird.

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Florian Haas: Pilzbilder

Es gibt kaum einen Künstler, der sich so einfühlsam dem Thema Pilze gewidmet hat wie der Frankfurter Maler Florian Haas. Manche seiner Bilder muten wie naive Malerei an, zeigen aber klarer als die besten Fotos die Merkmale, die eine Art charakterisieren. Bei anderen berührt die sensible Würdigung des Objekts, so als wäre es ein scheues Wesen, dessen Seele der Maler mit dem Pinsel eingefangen hat.

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Die Invasion der Bitterlinge

Sie sind angetreten, um die weniger Erfahrenen ins Bockshorn zu jagen. Es gelingt ihnen sogar, alten Hasen die Mahlzeit zu verderben. Sie sind wieder allgegenwärtig wie schon im Jahr zuvor, als sie vielen Besuchern der Pilzberatung Tränen in die Augen trieben, weil ihre vermeintliche Ausbeute an Steinpilzen ungegart im Müllcontainer endete. Ganze Körbe waren voll von ihnen und kein einziger Steinpilz darunter – die geballte Ladung an Bitterstoffen also.

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