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    Aktueller Fundkorbpilz:

    22.02.2026: Es gibt vier nicht leicht zu unterscheidende orange- bis braunrote Arten in der Gattung Peniophora, von denen unser aktueller Fundkorbpilz, der Fleischrote Zystidenrindenpilz Peniophora incarnata, die mit Abstand häufigste ist. Sie kommt an berindeten oder unberindeten Ästen und Stämmen diverser Laubbäume vor, vor allem an Rotbuche, Eiche und Hasel, und ist ganzjährig zu finden. Im Anfangsstadium sind sie kleine Flecken, die sich allmählich ausdehnen und zu einer größeren Fläche zusammenwachsen. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >

    21.02.2026: Der Winter-Rindenhelmling Mycena hiemalis ist eine ziemlich seltene Art, sie zu finden eine große Freude. Vor allem dann, wenn sie so zahlreich erscheint wie hier im Frankfurter Stadtwald. Ganz klar: dieser Fund muss unser aktueller Fundkorbpilz sein. Die sehr kleinen weißen Pilzchen erreichen Hutdurchmesser von 0,5 bis 1 cm und bevorzugen totes Buchenholz. Ihr neuer Name ist Phlaeomana hiemalis. (Frank Kaster) Mehr lesen >

    20.02.2026: Um eine der ca. 30 in Europa vorkommenden Feuerschwammarten sicher zu erkennen, sollte vor allem der Baumpartner bekannt sein. Nahezu ausschließlich an Weißtanne Abies alba ist unser aktueller Fundkorbpilz, der Tannen-Feuerschwamm Phellinus hartigii zu finden. Er kann bis zu 30 Jahre alt werden. Die abgebildeten Exemplare wurden in einem Mischwald bei Straubenhardt in Baden-Württemberg gefunden. Inzwischen soll er Fomitiporia hartigii heißen. (Bernd Miggel) Mehr lesen >

    19.02.2026: An einem toten Eichenast gefunden und darum mein aktueller Fundkorbpilz: der Gezähnte Reibeisenpilz Radulomyces molaris. Man könnte ihn mit anderen zähnchentragenden resupinat an Holz wachsenden Pilzen verwechseln, so dass im Zweifelsfall mikroskopische Merkmale beachtet werden sollten. Immerhin ist das Bräunen der Zähnchen, sobald es begonnen hat, ein Hinweis. Je älter der Pilz wird, desto mehr scheinen die Zähnchen zu verschwinden. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >

    18.02.2026: Flechten können monatelange Trockenheit schadlos überstehen. Zu den wenigen, die recht gut optisch zu bestimmen sind, gehört die Schriftflechte Graphis scripta. Um diesen aktuellen Fundkorbpilz zu erkennen, muss man ihn allerdings mit einer Lupe betrachten. Die strichförmigen, oft geschlängelten und verzweigten im Thallus eingesenkten Apothecien erinnern tatsächlich an geheimnisvolle Schriftzeichen oder Runen. Man findet sie auf der Rinde von Laubbäumen. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >

    17.02.2026: Der heutige aktuelle Fundkorbpilz, der Abgestutzte Drüsling Exidia truncata, verwirrt in mehrfacher Hinsicht. Einerseits wird er auch als Exidia glandulosa bezeichnet; das Synonym war früher dem Warzigen Drüsling Exidia plana vorbehalten. Andererseits verwirrt er durch sein Aussehen. Er sieht manchmal aus wie ein “schwarzes” Judasohr. Auch der braune Kreisel-Drüsling Exidia recisa kann an ein Ohr erinnern. Deutlich lässt sich bei den Drüslingen aber die namensgebende körnig-warzige Unterseite erkennen. Beide eignen sich - anders als das Judasohr - jedoch nicht für die Küche. (Ulrike Wegner) Mehr lesen >


    Liste aller aktuellen Fundkorbpilze 2026

    Liste aller aktuellen Fundkorbpilze 2025


    Begegnungen der besonderen Art: wer so etwas entdeckt, betrachtet sich ungläubig die seltsamen Gebilde, die an schleimigen Fäden zu hängen scheinen. Es ist der Schleimpilz Physarum utriculare, der bald seine Farbe verändern wird. Mehr über Schleimpilze erfahren Sie hier >


    Interessante Pilze im Fundkorb:

    Catinella olivacea – Olivfarbenes Kelchbecherchen

    Seine meist versteckt in Hohlräumen an vermorschtem Laubholz wachsenden Fruchtkörper sind zunächst fast kugelig und geschlossen, später teller- oder scheibenförmig und 0,5 bis 1 cm, gelegentlich auch bis über 2 cm breit. Sie haben einen farblich deutlich abgesetzten, meist gerieften Rand, der lange eingerollt bleibt und gelblich oder gelbbraun gefärbt ist. Die in Mitteleuropa realtiv seltene Art ist durch ihr Aussehen makroskopisch gut zu identifizieren. (Erik Hock) Mehr lesen >

    Cortinarius subtortus – Olivgelber Weihrauch-Schleimkopf

    Der Geruch macht ihn zu einem leicht kenntlichen Schleimkopf. Um ihn möglichst deutlich wahrzunehmen, empfiehlt es sich, die Lamellen anzudrücken oder zu zerreiben. Hilfreich bei der Bestimmung sind auch seine ökologischen Ansprüche. Er kommt bevorzugt in moorigen Fichtenwäldern bei Torfmoosen und in Höhenlagen ab 400 m vor. Der deutsche Verbreitungsschwerpunkt liegt im Schwarzwald und Voralpenland. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >

    Hygrocybe aurantio-splendens – Glänzender Orange-Saftling

    Die meisten Saftlinge sind mangels geeigneter Biotope (extensiv bewirtschaftete Magerwiesen) vom Aussterben bedroht. Das gilt auch für diese wunderschöne Art, die meist spät im Jahr erscheint und auch die ersten Fröste überdauern kann. Es gibt nur wenige Saftlinge mit so lebhaft rot oder orangerot gefärbten Hüten, die im Alter allerdings verblassen. Die hohlen Stiele sind gelblich bis orangegelb und meist längsstreifig gemustert. (Erik Hock) Mehr lesen >


    Pilzquiz


    Helmlinge - Die Gattung Mycena im Fundkorb

    Insgesamt 56 Helmlinge sind bisher mit einem Porträt im Fundkorb vertreten. Die allermeisten von ihnen wachsen an Holz. Drei Arten verdienen aufgrund ihrer Seltenheit und Substratwahl Beachtung. Mycena filopes wächst in Augenhöhe auf Fichtenzweigen, Mycena strobilicola auf Fichtenzapfen, und die in Mitteleuropa extrem seltene Mycena seynii auf Kiefernzapfen.

    Mycena filopes - Mycena strobilicola - Mycena seynii

    Interessante Pilze im Fundkorb:

    Geopora cooperi - Trüffel-Sandborstling

    Es ist immer eine große Freude, wenn man einen sehr seltenen Pilz zu Gesicht bekommt. Um so mehr, wenn man auf den ersten Blick glauben könnte, eine echte Trüffel vor sich zu haben, zumal das seltsame Objekt auch noch unterirdisch (hypogäisch) gewachsen ist oder nur mit dem Scheitel die Oberfläche erreicht hat. Es handelt sich aber um einen äußerst seltenen Verwandten des Zedern-Sandborstlings Geopora sumneriana, der allerdings nicht bei Zedern sondern ihne jede Mykorhhiza-Bindung vorkommt. (Bernd Miggel) Mehr lesen >

    Mycena amicta – Geschmückter Helmling

    Diesen hübschen Helmling kann man schon im Wald relativ leicht anhand einer Merkmalskombination erkennen: blauer Hutrand + gelatinöse stückweise abziehbare Huthaut + Stiel auf ganzer Länge fein bereift. Er ist in manchen Regionen keineswegs selten und an totem Holz oder Zapfenresten vor allem in Nadelwäldern bei Fichten zu finden. Die Hütchen sind typisch helmlingsartig kegelförmig und deutlich gerieft. (Johann Rejek) Mehr lesen >

    Ripartites tricholoma – Bewimperter Filzkrempling

    Wenn sie so schön bewimpert sind wie auf der Abbildung sind die weißen trichterförmigen, ziemlich kleinen Pilze leicht zu erkennen. Allerdings hat man nicht sehr häufig Gelegenheit, ihnen zu begegnen. Die Art kommt in unterschiedlichen Waldgesellschaften vor, gern in der Nadelstreu von Fichten. Mit den Kremplingen der Gattung Paxillus ist sie nicht verwandt. (Veronika Ziegltrum) Mehr lesen >

    Eine seltene und bemerkenswerte Pilzart ist das Purpurfarbene Zystidenkeulchen Alloclavaria purpurea. Thomas Lehr berichtet über seinen Fund im Bayerischen Wald und weshalb er dort die Hosen runterlassen musste.


    Ein besonders faszinierender Fundkorbpilz ist der Pillenwerfer (Pilobolus kleinii), den man so wie auf dem Foto nur mit einer stark vergrößernden Lupe sehen kann. Trotz seiner Winzigkeit ist er ein bemerkenswerter Rekordhalter. Seine Sporenkapseln sind die schnellsten Flugobjekte in der belebten Natur. Mehr lesen…


    Ob sich die Biene von der Grubenlorchel Nektar erhofft? (Foto: Gerd Wartha)

    Vorsicht Gammelpilze – Ein Leitfaden

    Vor Gammelfleisch ekelt sich jeder. Umso mehr erstaunt es, was häufig als Ausbeute von Pilzsammlern in Körben oder gar Plastiktüten nach Hause getragen wird. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Frankfurt möchten wir Ihnen gerne einen informativen Leitfaden zu diesem wichtigen Thema zum Download und Ausdrucken zur Verfügung stellen – hier als PDF erhältlich.


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